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Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder

Der Protest auf der Straße ist ein Blick in den Spiegel

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Foto: Stefano Montagner/flickr.com/CC BY 2.0

Wir haben eine hohe Scheidungsrate, dafür aber die Homo-Ehe. Wir engagieren uns für Behinderte, aber treiben Babys ab. Wir sind gegen Tierversuche, aber haben die größte Kosmetikindustrie. Wir knuddeln unser Haustier, aber bringen unser Einjähriges in die Kita, wegen der Sozialkompetenz. Ein kritischer Blick auf unser Wertesystem von Jugend(sprach)forscher und FAZ-Autor Dr. Martin Voigt. 

Die kaum noch schleichende Islamisierung des Abendlandes ist nur der äußere Anlass für PEGIDA. Der Schritt auf die Straße unter tausende „Spaziergänger“ ist die Bestätigung und Suche nach der eigenen Identität angesichts eines Flüchtlingsstroms aus völlig fremden Kulturräumen. Der Ruf „Wir sind das Volk“ ist als Frage zu verstehen. Wer sind wir eigentlich? Welche Werte wollen wir verteidigen? Und da wird es schwammig. Unser Wertesystem lässt sich nicht so einfach erfassen wie die messbare Zahl an Zuwanderern.

„Habt Spaß, probiert alles mal aus“

Die Inventur unseres moralischen Zustands soll mit dem Programm jener Politiker beginnen, die sich weigern, die Nationalhymne zu singen, die christliche Feiertage und Symbole abschaffen und den Gottesbezug aus Verfassungen streichen: Abtreibung als Menschenrecht, Babys in die Krippe, Alte ins Heim, Sterbehilfe auf Rezept. Haben Politiker Schuld oder sind sie ein Symptom? Sie wollen das Ehegattensplitting und Betreuungsgeld abschaffen und reden von „Nur-Hausfrauen“ und „Heimchen am Herd“. Sie fordern Ganztags- und Gemeinschaftsschulen und Abitur für alle. Sexuelle Vielfalt soll in jedes Schulbuch. „Habt Spaß, probiert alles mal aus“, sagen die Pädagogen von pro familia.

Jene kinderlosen Politiker, die Pornos verharmlosen und Drogen legalisieren, haben mit sich genug zu tun, aber wie geht es uns und unserer supertoleranten, weltoffenen Spaß-Gesellschaft? Werden aus Kindern, die von einer Aufbewahrungsanstalt in die nächste gebracht werden, die ihre emotional verkrachten Eltern als gestresste Arbeitnehmer erlebt und als Teenager alles ausprobiert haben, später glückliche Ehepaare, die sich rührend um ihre 1,4 Kinder kümmern?

Wir haben eine hohe Scheidungsrate, dafür aber die Homo-Ehe. Wir engagieren uns für Behinderte, aber treiben Babys ab. Wir sind gegen Tierversuche, aber haben die größte Kosmetikindustrie. Wir knuddeln unser Haustier, aber bringen unser Einjähriges in die Kita, wegen der Sozialkompetenz. Na klar. Wir reden von Menschenwürde und gucken RTL. Wir posten R.I.P. auf Facebook, wenn ein Udo Jürgens oder Joe Cocker stirbt, aber bringen unseren Opa ins Heim. Unser Gebet in einer Kirche ist länger her als der Besuch bei YouPorn. Wir verteilen Kondome in der sechsten Klasse und hoffen, dass unsere Kinder die große Liebe finden.

Abschaffung von Ehe und Familie

Fast möchte man sagen, jedes Volk hat die Vertreter, die es verdient; aber ganz so simpel ist das nicht. Eine bestimmte Politikerkaste hat einen siebten Sinn für gesellschaftliche Steuerungen, die dem familiären Zusammenhalt schaden und zur kulturellen und identitären Ausdünnung beitragen. Wie um den Sack zu zu machen, schleudern sie uns ins Gesicht: „Eine kinderarme, alternde Gesellschaft braucht mehr Migration.“

Der marxistische Philosoph Antonio Gramsci erkannte, dass für die kommunistische Revolution die Zerstörung der Gesellschaft nötig ist. Sozialismus und Kommunismus sind nicht mehr en vogue. Aber der kulturelle Wandel schreitet seit den späten Sechzigern auch ohne offiziellen „ismus“ voran. Das Ziel ist nach wie vor, Ehe und Familie abzuschaffen, denn in diesen natürlichen Bindungen entstehen die wirksamen Resistenzen gegen Ideologien. Drei wesentliche Zielscheiben hat die Kulturrevolution: 1) Mutter-Kind-Bindung, 2) Familie, 3) Polarität der Geschlechter und stabile sexuelle Bindungen. Der schleichende Bevölkerungsaustausch betrifft Völker, die in diesen drei Punkten seelisch marode sind.

Beispiel: Rotherham. Gelang der organisierte Missbrauch von 1400 Kindern und Teenagern nur über Drohung, Gewalt und Erpressung? Wo war in den ganzen Jahren die existenzielle Wut zutiefst verletzter Eltern? Fehlanzeige! Die Dauervergewaltigung gedieh nicht ohne Grund in einem Milieu vorstädtischer Arbeitersiedlungen mit zerrütteten Familien. Emotional verwahrloste Mädchen waren die perfekten Opfer: Kein positives Bild von Vater und Mutter, keine Vorstellung von Geborgenheit und von sich als ein Mensch, der geliebt wird. Da reichten fünf Minuten geheucheltes Interesse und die zwölfjährigen Mädchen fraßen ihren muslimischen Vergewaltigern aus der Hand.

Die totalitären Tendenzen deutscher Familienpolitik beschreibt Hanne K. Götze in ihren Beiträgen zu den psychosozialen Spätfolgen der Krippenerziehung: „Die Bindung muss – je früher, umso wirksamer – gestört werden, denn instabile Persönlichkeiten mit unsicheren Bindungsmustern sind umso leichter zu manipulieren.“ Rotgrün weiß das nicht erst seit Manuela Schwesig. Schon 2002 schwärmte Olaf Scholz vom Ausbau der Ganztagsbetreuung und von einer SPD, die „die Lufthoheit über den Kinderbetten“ und „die kulturelle Revolution“ erreicht.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Das afrikanische Sprichwort muss oft als Rechtfertigung für Ganztagsbetreuung und neue Familienmodelle herhalten und soll die Kernfamilie als romantisches Ideal entlarven; ein naturalistischer Fehlschluss. Mutter und Vater waren stets die primäre und sekundäre Bindungsperson innerhalb eines Bindungskomplex aus Großfamilie und Dorfstruktur. Die in Ballungszentren vereinzelte Kleinfamilie mit Eltern, die den ganzen Tag außerhalb des Sichtfelds ihrer Kinder auf Arbeit sind, ist ein postmoderner Unfall.

Pille-Porno-Puff-Idylle

Die sexuelle Revolution gibt den Familien den Rest. Sie greift das an, was uns als mitfühlende Wesen ausmacht. Freie Liebe, promiskuitives Verhalten und wechselnde Beziehungen sind das Gegenteil von Treue, Wertschätzung und echter Liebe. Das schrittweise Auflösen und Ersetzen der Sexualmoral durch eine Pille-Porno-Puff-Idylle ist der bewusste Angriff auf die natürliche Würde und Identität des Menschen.

Wie durch ein Krebsgeschwür zerfallen Familien von innen heraus und suchen verzweifelt nach dem neuen Patchwork-Glück. Neben der ökonomischen Belastung kinderreicher Familien liegt hier eine weitere Ursache für den demographischen Wandel. „Aber Kinder kriegen die Leute doch immer“, entschuldigte Konrad Adenauer seine Konstruktionsfehler im Rentensystem. Er implizierte intakte Ehen mit einer emotional stabilen Bindung sowie ein Sexualverhalten, das Kinderwünsche nicht ausschließt. Doch es kam anders: Die sexuell befreiten Geschlechter verachten sich gegenseitig und verschieben das Kinder-kriegen auf später, wenn der richtige Lebensabschnittspartner da ist.

Dass tierische Gemeinschaften à la Kommune 1 für das Gefühlsleben keine Befreiung bedeuten, hat sich herumgesprochen. Aber wie glücklich sind eigentlich Ehen, wenn die Ex-Beziehungen ihren Schatten in die Gegenwart werfen? Die Eskalation passiert, wenn nicht klar ist, wer den Geschirrspüler zuletzt eingeräumt hat, aber Enttäuschung und Wut schwelten schon lange im Unterbewussten und so kommt es, dass viele Kinder ihren Papa nur noch am Wochenende sehen. Das ist dann der perfekte Start in ein stabiles Liebesleben? Eher nicht. Die dritte befreite Generation, die Enkel der 68er entwickeln sich zu einem bindungsunfähigen, egozentrischen, konsumorientierten Proletariat, das auf einfache Reize reagiert, Universitäten an ihr Limit bringt, an Windenergie glaubt, irgendetwas „Soziales“ wählt und den x-ten Ex via WhatsApp abserviert.

Opfer der sexuellen Revolution werden ihre besten Soldaten

Manchmal finden sich noch ein paar Eltern zusammen, die gegen die staatliche Sexualisierung im Schulunterricht demonstrieren oder Mahnwachen gegen Abtreibung abhalten. Die Antifa bewirft sie mit kotverschmierten Kondomen und ruft ihnen höhnisch entgegen „eure Kinder werden wie wir“, ahnend, wie zuverlässig die sexuelle Revolution ihre Wirkung entfaltet. Ihre Plakatsprüche sind Ausdruck eines aus biographischen Brüchen resultierenden Familien- bzw. Selbsthasses, der stark sexuell aufgeladen ist: „Lieber Sperma im Haar als Kuchenbasar“, „Wichsen gegen Rechts“, „Rudelfick statt Physik“, „Gang-Bang-Sause statt große Pause“, „Muschi, Pimmel, Regenbogen, so wird ein Kind erzogen“ oder „Deutschland ist Scheiße, wir sind die Beweise“. Die hier offenbar werdende sexualisierte Wut auf die eigene Kindheit überträgt sich auf Kinder, die die Geborgenheit einer intakten Familie ausstrahlen. Die Opfer der sexuellen Revolution werden ihre besten Soldaten, denn ihre emotionale Not soll anstecken. Sie stacheln zu Drogenkonsum und sexuellen Experimenten an, auch ohne die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ gelesen zu haben.

Der Hass auf die eigene Herkunft ist der gemeinsame Nenner jeglicher linker Couleur von den steuerfinanzierten Autonomen über queer-Aktivisten bis zu den Vertretern der evangelischen Kirche. Es ist folglich keine bunte Truppe, die auf Anti-PEGIDA-Demos ihren Weltschmerz in die Nacht brüllt, bevor die Gratis-Konzerte losgehen.

Für welche moralischen Werte stehen wir?

Wer vor 25 Jahren auf die Straße ging, hatte klare Fronten: Wir, das Volk, sind gegen die kommunistische Führungsriege. Wer heute gegen die Islamisierung des Abendlandes auf die Straße geht, muss wissen, mit welchen Werten er der fremden Kultur begegnen will. Für welche moralische Überzeugungen steht er ein, damit ihn das hedonistische Werte-Vakuum nicht aufsaugt? Der Schritt auf die Straße ist ein Blick in den Spiegel und nur vordergründig ein „Wir gegen die da oben“. Wir sind das Abendland, aber wer sind wir? Wie lebendig ist das Christentum? „Der Glaube ist heute zur Intimsphäre geworden, während wirklich Intimes überall publik gemacht wird,“ sagte der Prälat Heiner Koch mit offensichtlichem Bezug zu Sigmund Freud: „Schamlosigkeit ist das erste Anzeichen von Schwachsinn.“

Cui bono, wenn die Enthemmung nicht der Porno-Industrie allein überlassen wird, sondern das Schamgefühl bereits Grundschülern abtrainiert wird? Was ist das für ein krankes Volk, das Prostituierte in Schaufenstern präsentiert und seinen Mädchen die erste Pille-Packung wie in einem Initiationsritus überreicht? Welches kulturelle Bewusstsein hat ein Volk, das Weltmeister im Porno-Gucken ist? Wer seine Würde verliert, wird zum Spielball. Ist das das Ziel? Sozialistische Diktaturen waren etwas, gegen das man seine Seele wappnen konnte. Sexualisierung wirkt hingegen wie ein schleichendes Gift. Wenn das emotionale Ökosystem einmal kippt, braucht es weder Mauern noch Panzer, um ein „vielfältiges“ Volk (ab-) zu schaffen.

Protest gegen die Islamisierung wird zur Gretchenfrage: Ist die Ostergeschichte nur noch Folklore? Die EKD setzt sich lieber für sexuelle Vielfalt als für die Botschaft der Bibel oder verfolgte Christen ein. Anstatt mit Eltern gegen Taschenmuschis, Dildos und Gruppensex-Rollenspiele im Unterricht zu protestieren, bildet sie mit Queer-Aktivisten und Antifa das sogenannte „breite bürgerliche Bündnis“. Die Kirche auf der dunklen Seite ist nichts Neues, aber wie voreilig sie diesmal das Licht ausmacht, ist schon erstaunlich.

Dr. Martin Voigt (*1984 in Halle an der Saale) ist Jugend(sprach)forscher und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München germanistische Linguistik und Soziologie studiert. Seine Dissertation „Mädchenfreundschaften unter dem Einfluss von Social Media“ ist 2015 beim Peter Lang Verlag erschienen. Zusammen mit der Bundespolizeidirektion München hat er von 2011 bis 2014 ein Präventionsprojekt betreut. Seit 2014 schreibt er als freier Autor für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Junge Freiheit.

Weitere Informationen zu Publikationen etc. finden sich auf der Seite der Hansen Stiftung:
http://www.forschungsstelle.org/aktivitaeten/fellowship/alumni/voigt/

35 Kommentare zu “Der Protest auf der Straße ist ein Blick in den Spiegel

  1. Pingback: Gender Mainstreaming und Familie | Vom Leben mit Kindern

  2. Zunächst finde ich es unglaublich, wenn gerade ein Soziologe die Ehe als eine „natürliche Bindung“ bezeichnet. Ich könnte jetzt zur historischen Hintergrund der Ehe weit ausholen, aber dies würde jeglichen Rahmen sprengen und gehört auch nicht hierher…Zumal der Autor selbst Soziologe ist und sich damit eigentlich auskennen sollte.

    Die Kernfamilie, so wie wir sie kennen ist im Übrigen auch kein altes Phänomen, sondern ging mit der Modernisierung einher und erlebte ihre Blütezeit ca. in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Es ist ein bisschen schade, dass ein Artikel von einem Soziologen solche Aspekte in keiner Weise berücksichtigt!
    In den letzten Jahren fanden immer mehr Familienmodelle Einzug in unsere Gesellschaft. Es gibt Umbrüche in der Gesellschaft, ja, und es gibt Veränderungen und diese Veränderungen mögen für den ein oder anderen Menschen verwirrend und inakzeptabel sein, letztendlich sind sie aber ein Gewinn. Es ist ignorant und kurzsichtig diese Veränderungen grundsätzlich als schlecht zu diffamieren, indem man sich auf alte Werte beruft und nur diese als angemessen bewertet. Diese Werte mögen manchen Menschen Sicherheit geben, sie mögen dem Leben Stabilität und einen Sinn geben, aber gleichzeitig schließen sie einen sehr großen Teil der Gesellschaft aus. Seien es Homosexuelle, seien es geschiedene Frauen etc. pp. Ich weiß nicht, wieso so viele Menschen diese traditionellen Werte grundsätzlich mit etwas Positivem assoziieren. Wurden doch in der Gesellschaft des letzten Jahrhunderts Homosexuelle, Frauen oder auch behinderte Menschen massiv unterdrückt! Wenn man bedenkt, dass es ein regelrechter Kampf war, die Gleichberechtigung der Geschlechter in das Grundgesetz zu bringen!

    Das Wichtigste für ein Kind ist, dass es Geborgenheit und Liebe von seinen Eltern erfährt und das ist völlig unabhängig davon, ob es sich um zwei Väter, zwei Mütter oder Vater und Mutter handelt. Es spielt auch keine Rolle, ob es in einer Patchworkfamilie oder bei einem alleinerziehenden Elternteil aufwächst. Es kommt auf die einzelnen Menschen an.
    Ich habe diese Debatte so satt! Was ist das denn für ein Kriterium, an dem das sogenannte „Kindeswohl“ gemessen wird?

    Im Übrigen werden Kinder durch Bilder in Schulbüchern, die Familien zeigen – und das ist ja gegenwärtig auch der Fall -, genauso sexualisiert. Wobei „sexualisiert“ ein falscher Begriff ist. Es wird ihnen sozusagen ein bestimmtes Weltbild untergejubelt, das die angebliche Normalität zeigen soll.
    Nehmen wir an, in einem Schulbuch ist das Bild einer Familie beim Essen in der Küche: Die Frau kocht und umsorgt den Mann und die Kinder, die alle glücklich am Tisch sitzen. Das zeigt eine vermeintliche Normalität, die so nicht mehr in der Gesellschaft vorherrscht und beeinflusst Kinder genauso in ihrem Denken! Wo ist das Problem, wenn man anstelle des Vaters und der Mutter zwei Väter sehen würde?! Aber ja verstehe, das erzieht unsere Kinder wohl zu notorischen Porno-KonsumentInnen und stürzt sie in Identitätskrisen.

    Ach ja und diese AbtreibungsgegnerInnen habe ich so satt. Kommen in der Debatte eigentlich irgendwann einmal das Wohl und die Bedürfnisse der schwangeren Frau zur Sprache? Wieso setzen sich die Kirchen so vehement für ungeborenes Leben ein, wenn sie in ihrer Vergangenheit geborenes Leben eigentlich geradezu missachtet haben? Was ist das für eine verlogene Moral?

    • Hallo largo…

      es gilt als erwiesen, dass Kinder im Laufe ihres Lebens Schwierigkeiten mit sozialen Bindungen haben, wenn sie ohne Vater oder Mutter aufwachsen! Das was sich in den letzten Jahren als Alternative zur klassischen Familie (Mutter, Vater, Kind) etabliert hat, ist die so genannte Patchwork Familie, aber auch die besteht zgT aus einer Frau und einem Mann, ob ihnen das nun passt oder nicht! Die Ehe als kirchliche und später staatliche Institution genießt besonderen Schutz. Warum? Weil sie, genau wie andere heterosexuelle Lebensgemeinschaften die Möglichkeit gibt, Nachkommen zu zeugen und zudem für eine bilaterale Erziehung der Kinder sorgt.

      Was glauben sie, passiert mit Kindern, die in der Schule wrzählen, sie hätten zwei Mütter und/oder drei Väter? Die werden ausgegrenzt und gemobbt!

      Im Übrigen geht es bei der Ablehnung homosexueller Lebensweisen keinesfalls um deren Bekämpfung, sondern in erster Linie um die Abwehr staatlich-medial als gleichberechtigt zu akzeptieren aufgezwungener Sichtweisen! Sollte es irgendwann dazu kommen, dass Homosexuelle Paare als Eltern einen statistisch relevanten Stellenwert einnehmen, dann ist das vollkommen okay. Aber so etwas kann nicht einfach „von oben angeordnet“ werden! Da brauchen sich entsprechende Verbände nicht über Ablehnung durch Heterosexuelle wundern…

      Umso mehr Homosexuelle medial erhoben werden, ohne eine entsprechende Repräsentanz in der Bevölkerung vorweisen zu können, so lange werden auch jegliche Versuche, diese Akzeptanz künstlich zu generieren, auf Widerstand stoßen!

      Jeder soll so leben wie er oder sie möchte, aber ohne anderen damit auf den Sack zu gehen!

      Da können schwule Bürgermeister noch so auf den Tisch hauen!

      • „Was glauben sie, passiert mit Kindern, die in der Schule erzählen, sie hätten zwei Mütter und/oder drei Väter? Die werden ausgegrenzt und gemobbt!“

        Darum geht es ja konkret in der Debatte: Um Toleranz gegen andere Lebensformen schon unter Kindern zu schaffen. Folgt man Ihrer Argumentation in diesem Fall, dürfte eigentlich keine Minderheit in der Gesellschaft eine Familie gründen, weil deren Kinder ja immer Gefahr laufen würden, in der Schule ausgegrenzt zu werden. Dann würden nicht nur Kinder homosexueller, sondern auch Kinder von Migrantenfamilien oder Kinder, die behinderte Familienangehörige haben, ausgegrenzt werden und man sollte aber nichts dagegen machen, weil das ja auch „aufgezwungen“ wäre und somit abzulehnen sei.
        Ich weiß, dass Sie das mit Ihrem Argument so nicht gemeint haben, aber so wie Sie es formuliert haben, ist es sehr missverständlich!

        Außerdem glaube ich nicht, dass man das so pauschal sagen kann heutzutage. Denn es kommt auch ganz stark darauf an, in welchem Umfeld Kinder aufwachsen und wie sie schon mit solchen Lebensformen in Kontakt gekommen sind. Meistens sind da Kinder eh viel unvoreingenommener als Erwachsene.

        Mir ist neu, dass Homosexuelle keine Repräsentanz in der Gesellschaft hätten? Ich verstehe da Ihre Aussage gar nicht.

        „Jeder soll so leben wie er oder sie möchte, aber ohne anderen damit auf den Sack zu gehen!“

        Nach Ihrer Argumentation gilt das aber nicht für homosexuelle Menschen, die keine Familie haben dürften, da ihre Kinder sonst in der Schule ausgegrenzt würden.
        Wissen Sie, von ihrem Standpunkt aus, ist es immer leicht, solche Positionen einzunehmen und sich lautstark gegen andere Lebensformen zu erheben. Haben Sie allerdings schon einmal nachgedacht, was das für einen homosexuellen Menschen, der diese Zeilen liest, bedeutet? Oder für eine geschiedene und alleinerziehende Mutter? Nur mal so zur Info: Ich bin auch ohne einen Vater aufgewachsen und aus mir ist auch ein anständiger Mensch geworden – wenn ich das jetzt einmal so sagen darf.
        Sie knallen hier zudem Fakten auf den Tisch mit der Einleitung „Es ist erwiesen, dass…“. Ja, wo wurde so etwas denn erwiesen?
        Eine Studie, die zum Ergebnis hat, dass Kinder, die in anderen Familienkonstellationen als Vater-Mutter-Kind aufwachsen, soziale Bindungsängste entwickeln, müsste ja eine Langzeitstudie sein, die auch entsprechendes Vergleichsmaterial liefert. Was soll „soziale Bindungsangst“ überhaupt bedeuten? Angst, sich an einen Partner/eine Partnerin zu binden, oder eine allgemeine Angst bezüglich jeglicher sozialer Bindung? Ist es schlecht, einen Lebenspartner/eine Lebenspartnerin aus Naivität nicht gleich zu heiraten, sondern sich erst einmal ganz genau zu überlegen, ob man sich wirklich ein ganzes Leben lang auf die gleiche Person einlassen möchte? (Das ist auch ein Lebensmodell, das ich sehr problematisch finde, aber das gehört jetzt nicht hierher)

        Die Ehe ist zudem ein auslaufendes Modell…Sie ist nicht die einzige Lebensform, die Kinder hervorbringt und ohnehin werden die meisten Ehen auch wieder geschieden. Homosexuelle Lebensgemeinschaften können genauso Kinder hervorbringen – wenn auch nicht auf „natürlichem“ Wege.

  3. Pingback: Der Wein des Islam, oder: Kein Kaffee für PegIdea? | peregrinatio

  4. Sehr guter Artikel. Bringt einige Probleme unserer Gesellschaft genau auf den Punkt.

  5. Die Familie also. Wieso wird eigentlich bei solchen Diskussionen immer unterstellt, es handle sich bei rot-grünen Regierungsversuchen um eine absichtlich durchgeführte Politik, deren erklärtes (und geheimes!) Ziel die Zerstörung der Familie ist? Bzw. wieso regt anscheinend gerade und nur das die Gemüter so auf? Haben wir es nicht mit einer Politik zu tun, die längst nicht mehr hält, was sie verspricht, die inszeniert und kittet, um an der Macht zu bleiben, die zu Erfüllungsgehilfin von Wirtschaft und Börse geworden ist, und die damit letztlich zu massiven Entsolidarisierungen in allen gesellschaftlichen Bereichen führt? „TEILE UND HERRSCHE“ Es geht doch hier nicht darum, ob Babys getötet werden, wer für die Regenwaldzerstörung verantwortlich ist oder ob Kinder „sexualisiert“ werden. In einer völlig entsolidarisierten Gesellschaft den „Schutz der Familie“ zu fordern, ist zu wenig. Es geht um Schutz von Verfolgten, von Schwachen, von Andersdenkenden, … – dazu gehören auch Familien, und zwar alle Arten von Familien. Und das gelingt sicher nicht unter den derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Vorzeichen. Familie und Kapitalismus sind Widersprüche an sich. Da ändert auch die Unterstellung einer ganz bösen rot-grünen Verschwörung nichts daran.

    • 1. wo bitte ist der Beitrag hetzerisch???

      2. Könnte es sein, dass der artikel absichtlich auf diese Weise verfasst wurde, um durch Polarisation eine Diskussion anzuregen?

      Mit wischiwaschi Argumentationen, die vor der Veröffentlichung hundertmal umformuliert wurden, um nur gar niemandem „auf die Füße“ zu treten, regt man nicht zum diskutieren sondern höchstens zum Abschalten (TV) oder einschlafen an.

      3. googlen Sie mal nach „Hooton-Plan“… 😉

    • Nein, mit „ganz böser Verschwörung“ hat das *nichts* zu tun!
      Ich habe den genauen Wortlaut nicht im Kopf, aber die Bundesregierung „bekennt sich zum Gender Mainstreaming“.
      Und das hört dort nicht auf – s. Vertrag von Amsterdam.
      Und noch eines: Warum wurde denn vor einigen Jahren so vehement gegen das „Betreuungsgeld“ gewettert?
      Glauben Sie wirklich, daß es dem Zusammenleben förderlich ist, wenn Frauen gegenüber Männern *bevorzugt* werden (Professorinnenprogramm etwa)? Warum werden Jungen (neuerdings?) ausgeschlossen bei „Schnupperveranstaltungen“ an den Unis? Und warum sitzt jetzt ausgerechnet eine radikalfeministin am Bundesverfassungsgericht? Alles nur Zufall? Nein, all das Gerede von Gleichstellung läuft letzlich nur auf „Ergebnisgleichheit“ hinaus.
      Und noch eine Frage: Was möchten lesbische / schwule „Eltern“ denn ihrem Kind erzählen, wo es herkommt? Das halte ich für gar nicht weit hergeholt.
      Und ebensowenig braucht es ein „Gleichbehandlungsgesetz“, denn es steht schon im Grundgesetz.

  6. „Wir haben eine hohe Scheidungsrate, dafür aber die Homo-Ehe.“
    Schon beim ersten Satz bleibt einem die Spucke weg. Mir fällt einfach nichts ein, was ich hierzu adäquates äußern könnte, ohne auf Kraftausdrücke zurückzukommen.

    Warum müssen Sie sich in einem derart pauschalisierendem, hetzerischem Ton ausdrücken? Wie man hier noch von einem großartigen Artikel reden kann, ist mir sehr fragwürdig.
    Sie haben scheinbar ein Problem mit der heutigen Gesellschaft. Probleme gibt es tatsächlich. Auch ich halte ebenso wenig von der extrem linken Gruppierungen wie Sie, aber das sie „Opfer der sexuellen Revolution“ sind, halte ich für weit hergeholt.
    Und ich kann Ihnen versichern, dass es sich bei den Anti-PEGIDA-Demonstrationen um eine bunte Gruppe handelt. Bei denen sich viele mit den extrem linken Gruppierungen, die dort ebenfalls beteiligt sind, nicht identifizieren können.

    Wenn Ihr Beitrag auch von Menschen ernst genommen werden soll, die nicht gleicher Meinung sind, wenn Sie auch diese erreichen und zum nachdenken bringen wollen, so bitte ich Sie:
    Schreiben Sie das nächste Mal so, dass man Sie auch hinter dem Schwall von undifferenziertem Hass und Angst auch noch ernst nehmen kann. Denn so rufen Sie bei jenen Menschen lediglich das Bedürfnis vor, sich zu übergeben.

  7. Vortrefflich geschrieben, wenn man davon absieht, dass auch Vater-Kind-Bindungen primär sind und in Rotherham nicht eben nur Mädchen, sondern laut Wikipedia Kinder und Jugendliche vergewaltigt worden. Solche Aussparungen nehmen Glaubwürdigkeit und Wirkung. Schade.

  8. Als hautnaher Beobachter der Pegida-Bewegung stelle ich mir oft die Frage, was Menschen bewegt, derartige Dinge zu sagen. Auf einer der Veranstaltungen mit den Slogans „Rudelfick statt Physik“ war ich vor Ort. Es schien mir, als brüllten dort Kinder gegen ihre Eltern. Aber was läuft an den Schulen falsch, dass so etwas bei jungen Menschen zündet? Ich habe dazu noch nicht ansatzweise eine Erklärung gefunden.

  9. Pingback: INFIDELS DEUTSCHLAND

  10. Super Beitrag! Vielen Dank!

  11. Traditionen sind bullshit. Sie begünstigen immer nur eine kleine Gruppe von Menschen und unterdrücken den Rest. Letzten Endes sind Worte wie Kultur oder Tradition meist nichts anderes als unbewusste (oder bewusste) Diskriminierungen.

    • Ja, genau: alles was uns oder irgend einer verkappten Minderheit nicht in den Kram passt bekommt den diskriminierungsstempel verpasst und schon ist’s vorbei mit dem demokratischen Grundprinzip von Mehrheit und Minderheit. Tolle Idee: Scheiß auf Kultur! Weg mit den Traditionen! Wer zweimal mit der selben pennt, gehört schon zum Establishment…

      Bekommen Sie eigentlich Geld für Ihre Beiträge oder glauben Sie das wirklich, was Sie da von sich geben?

      Vielleicht lesen Sie einfach mal dieses „Buch“ -> http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/steuerboykott.pdf

      Dort erklärt der Autor sehr anschaulich und verständlich die Ursachen für die seit Jahren immer gravierender um sich greifende Homophilie und des ganzen Gender-Schwachsinns… Ein kleiner Tipp: Schonmal darüber nachgedacht, dass diese schon an sich sehr obskure Idealisierung von Single-Haushalten und „Alternativen Lebensformen“ *lach* nicht nur eine Modeerscheinung oder Ergebnis des „Zeitgeistes“ sondern absichtlich forcierte Meinung einiger ganz bestimmter Leute sind, die daraus einen Vorteil ziehen könnten, sein könnten?

      Glauben Sie nicht? Nun ja, dann lesen Sie bitte (!) diese paar Seiten…

      http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/steuerboykott.pdf

      …und anschließend kommen Sie nochmal hier vorbei und erklären mir und allen anderen, dass wir noch viel mehr Schwule, Lesben, Singles, Transsexuelle usw. brauchen, die traditionelle Familie (Mann-Frau-Kinder) hingegen absolut überflüssig geworden ist…

      Auf geht’s! Worauf warten Sie noch, Kai…?

      • Ich glaube nicht – und da kann ich auch für mich sprechen – dass die Menschen, die Toleranz gegenüber anderen Lebensformen fordern, sich grundsätzlich gegen die „klassische“ Kernfamilie stellen. Man akzeptiert nur auch noch andere Lebensformen neben dieser, da sie allein nicht mehr die soziale Realität stellt.

        „Gender-Wahnsinn“ klingt für mich als Frau sehr verletzend. Ja, ich bin eine Frau und ich will Gleichberechtigung für alle Frauen in unserer Gesellschaft, genauso wie ich Gleichberechtigung für alle Männer will, denn auch sie können Opfer von Diskriminierung werden. Menschen sollten überhaupt nicht aufgrund ihres Geschlechts bewertet werden und von vornherein die gleichen Chancen haben. Das ist kein Wahnsinn, sondern ein Grundrecht!

      • „Es wird ihnen sozusagen ein bestimmtes Weltbild untergejubelt, das die angebliche Normalität zeigen soll.“

        Die klassische Familie IST – Gott sei dank! – derzeit die Realität. Ein Blick in entsprechende Statistiken hilft da…

        http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/publikation/televizion/22_2009_1/weinmann.pdf

        …und ein Viertel ist nunmal nur ein Drittel von drei Viertel, fragen Sie den Mathe-Lehrer.

        Im Übrigen habe ich nichts gegen realistische(!) Gleichberechtigung von Mann und Frau. Gibt ja schließlich (bis auf einige Promille) genau so viele Männer wie Frauen…

        Minderheiten wie Homo-, Trans-, Bi-, Tri- oder Sonstwie-Sexuelle stellen jedoch nur Subkategorien von „Mann“ und „Frau“ dar und können demzufolge per se nicht den selben Anspruch auf Gleichberechtigung geltend machen. Es kann nie genau so viele homosexuelle Frauen geben wie es Frauen insgesamt gibt.

        Darüber hinaus: Das Toleranz-Level gegenüber einer Minderheit verhält sich proportional zum Anteil der Minderheit an der Referenzgruppe (alle Menschen); es wächst automatisch mit zunehmender Verbreitung dieser in der Gesellschaft. Wird hingegen diese Toleranz zwanghaft forciert – z.B. wie von Ihnen erwünscht, bereits in Grundschulen (Gott bewahre uns…!) – , führt dies unweigerlich zu gesellschaftlichen Spannungen, aller Wahrscheinlichkeit zum Nachteil der Zwangstolerierten.

        Kurz: Toleranz kann nicht geschaffen werde, sie muss wachsen!

        „Nach Ihrer Argumentation gilt das aber nicht für homosexuelle Menschen, die keine Familie haben dürften, da ihre Kinder sonst in der Schule ausgegrenzt würden.“

        Von „dürfen“ habe ich nie gesprochen! Könnten Sie es bitte unterlassen, einem das Wort im Mund umzudrehen? Danke…

        Im Übrigen würden von gleichgeschlechtlichen Paaren aufgezogene Kinder nicht deshalb ausgegrenzt, weil sie nur eine Mama oder einen Papa – PC: ein Elter(?) – haben, sondern schlicht, weil sie anders sind. Die Ausgrenzung von (oder fehlende Toleranz gegenüber) Anderen ist kein Übel der Gesellschaft, sondern ein evolutionär gewachsener und nötiger Schutzmechanismus zur Erhaltung der Sippe/Art. Das kann politisch ebenso wenig abgeschafft werden wie die Weißheitszähne oder die „Gänsehaut“.

        „Dann würden nicht nur Kinder homosexueller, sondern auch Kinder von Migrantenfamilien oder Kinder, die behinderte Familienangehörige haben, ausgegrenzt werden und man sollte aber nichts dagegen machen, weil das ja auch “aufgezwungen” wäre und somit abzulehnen sei.“

        Wieder falsch geschlossen: Eine Reaktion auf Intoleranz ist vollkommen richtig und zu befürworten. Ich verwehre mich und meine Familie jedoch nach wie vor gegen diese verordnete, indoktrinierte Toleranz gegenüber allem möglichen! Wen oder was ich toleriere, entscheide ich ganz allein, und umso mehr mir jemand meint, da „rein reden“ zu müssen, umso unwahrscheinlicher wird es dazu führen, DASS ich die betreffende Minderheit toleriere.

        „Denn es kommt auch ganz stark darauf an, in welchem Umfeld Kinder aufwachsen und wie sie schon mit solchen Lebensformen in Kontakt gekommen sind. Meistens sind da Kinder eh viel unvoreingenommener als Erwachsene.“

        Stimmt vollkommen. Nur, was die – Ihrer Meinung nach alle gleichermaßen – zu tolerierenden Minderheiten nicht gerne hören werden, ist, dass deren Lebensweisen in der Gesellschaft heutzutage nun einmal nicht im selben Maße vertreten sind wie es Heterosexuelle sind (Das meinte ich übrigens mit ‚Repräsentanz‘). Die Anzahl der Kontakte unserer Kinder mit derartigen Minderheiten und die daraus resultierende, gewünschte Toleranz diesen Minderheiten gegenüber wird in dem Maße automatisch (!) steigen, wie sich die Gruppe der betreffenden Minderheit vergrößert. Das wird passieren, keine Frage, aber sicherlich nicht durch erzwungene, Politische Korrektheit.

        Wenn Sie ein Verfechter von Gleichberechtigung sind, dann kämpfen Sie doch zur Abwechslung einmal auf einem – mEn – ungleich bedeutenderem „Schlachtfeld“:

        https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/27/familiengerichte-sorgerecht-und-mannliche-diskriminierung/

        Weiter im Text:

        „Die Ehe ist zudem ein auslaufendes Modell…Sie ist nicht die einzige Lebensform, die Kinder hervorbringt und ohnehin werden die meisten Ehen auch wieder geschieden. Homosexuelle Lebensgemeinschaften können genauso Kinder hervorbringen – wenn auch nicht auf “natürlichem” Wege.“

        Die Ehe ist durchaus ein „auslaufendes Modell“. Dies liegt jedoch genau an denjenigen gesellschaftlichen Veränderungen, über die wir hier reden:

        http://www.alexander-miro.de/Publikationen/Veraenderungen_der_institution_Ehe_im_Wandel_der_Zeit/

        Natürlich bekommen auch unverheiratete (heterosexuelle!) Kinder. Zählt man jedoch Verheiratete und eheähnliche Gemeinschaften zusammen, stellen diese Lebensformen nach wie vor die Mehrheit dar. Und wie homosexuelle Paare auf biologischem Wege (ICSI, IVF, etc.) leibliche Kinder „hervorbringen“ können, würde ich gern einmal erfahren…?

        Solche Wege sollten mEn (!) – wenn überhaupt – heterosexuellen Paaren vorbehalten sein, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Schließlich haben diese es sich nicht „ausgesucht“. Wer den Weg der gleichgeschlechtlichen Lebensform wählt, sollte hingegen auch mit den Konsequenzen zurechtkommen. Genau wie alleinlebende Frauen, die der Meinung sind, ein Kind ohne Vater in die Welt setzen zu müssen, obwohl sie körperlich dazu in der Lage wären…

        Wer das Eine will, muss das Andere mögen! Ganz einfach, oder?

        „Was soll “soziale Bindungsangst” überhaupt bedeuten? Angst, sich an einen Partner/eine Partnerin zu binden, oder eine allgemeine Angst bezüglich jeglicher sozialer Bindung?“

        Asche auf mein Haupt: ich meinte nicht Bindungsangst, sondern Bindungsfähigkeit. Immer weniger Kinder wachsen im klassischen Familienmodell auf. Dazu kommen „alternative Lebensformen“ ohne männliche oder weibliche Bezugsperson. Wundert es da, dass heutzutage immer mehr Heranwachsende unfähig sind, eine Beziehung zu gründen und wider allen Schwierigkeiten zu erhalten? Beim ersten „Problem“ wird sofort „Schluss gemacht“. Dass eine Beziehung wachsen muss, um Bestand zu haben, gilt offenbar heute nicht mehr…

  12. Danke, Dr. Martin Voigt, für Ihren nicht nur zutreffenden und verständlichen, sondern unmissverständlichen Artikel, dem ich weiteste Verbreitung wünsche. Als Vater von vier Söhnen und Großvater von sieben Enkelkindern, die in diesem Jahr alle schulpflichtig sind, habe ich erstmalig in meinem Leben auch an einer Demo -für Familien und gegen Frühsexualisierung- teilgenommen und die „Argumente“ in Gestalt obszöner Urschreie und Werfen von Stinkbomben bunter Einheits-Hass-Hysterie von Links und rotgrünlich erfahren.

  13. Als Mensch, der sich in seinen Gedanken leider nur zu oft wie ein „Übriggebliebener“ fühlt, als Ehemann, der die Herausforderung einer Ehe in einer schier unwirklichen Welt auf sich nimmt, als Vater von drei Kindern – Mädchen im Alter vom sieben bis elf Jahren, darf ich Ihnen für diesen Aufsatz danken und Sie bestärken, weiterhin zu reden, „sei es gelegen, oder ungelegen“.
    „Die Macht der Bösen liegt im Schweigen der Guten“!
    Viel zu lange und viel zu oft wurde und wird geschwiegen – leider und zu allem Entsetzen – aus Feigheit, Gleichgültigkeit, oder unter heimlichem Einverständnis, von jenen, die zum Reden verpflichtet wären.

  14. Pingback: Pegida – Blick in den Spiegel | Kreidfeuer

  15. Ich würde alles genau so schreiben, auch wenn es manchesmal polemisch ist. Es ist aber noch immer anständig und diskutabel im Vergleich mit den Zitaten der Sprüche der Gegner normaler Familien und alles dessen, was in Deutschland als human, ordentlich bürgerlich galt. Diese Sprüche und Formulierungen spiegeln einen Grad von sittlicher Verkommenheit einerseits, von brutaler Mißachtung anderer Lebensauffassungen andererseit, dass mir Angst und Bang wird, wie vor den terroristischen Muslimen. Auch dies ist Terrorismus, aber von Grün und Links und Rot – um nichts besser als Terrorismus von rechts. Das sollten sich die Brüder und Schwestern der „freien Liebe“ einamal üblegen.

    • Terrorismus von Grün und Links – das sind jetzt aber auch platte und unfaire Formulierungen. Und der Vergleich mit terroristischen Muslimen ist derartig überspitzt und beleidigend, dass er eigentlich nicht ernst genommen werden kann. Brutale, unmittelbare, mörderische Gewalt ist um ein vielfaches Schrecklicher und Beängstigender als „sittliche Verkommenheit“ (selbst wenn man z.B. die Anerkennung homosexueller Lebensformen als „verkommen“ betrachtet). Ich verstehe die Angst vor einer sich verändernden Gesellschaft, in der viele Wertmaßstäbe neu gesetzt werden und hierbei sicher auch vieles schiefgeht (was übrigens schon immer so war), aber solche platten Sprüche hetzen nur auf. Und Hetze ist auch eine Ausdrucksform von Verkommenheit – da das Ko-Tri (warum so anonym?) sich sicher nicht nachsagen lassen will, würde ich vorschlagen, das etwas zu relativieren. Das wäre doch ein „anständiger“ Stil. Oder?

      • Linksautonome Jungfaschos zerstören Bahneigentum, um die auf der „manipulierten“ Strecke fahrenden Züge daran zu hindern, ihre Fahrgäste zur Demo zu fahren… Diese „Aktionen“ perspektivloser Linksautonomer mit islamistischen Terroranschlägen gleichzusetzen, ist also überspitzt, so so…

        „Brutale, unmittelbare, mörderische Gewalt ist um ein Vielfaches schrecklicher und beängstigender als sittlicher Verkommenheit.“

        Hm… Wie soll ich anfangen? Ich persönlich empfinde es als durchaus gleichermaßen ‚erschreckend gewalttätig‘, im Namen von Ullah oder so ähnlich AK47-bewehrt Massaker in Redaktionsräumen anzurichten oder aber ahnungslose Grundschüler mit einer auf den Kopf gestellten Wahrheit über die Diversität von Geschlechterrollen unter dem Motto „Vielfalt unterm Regenbogen“ zu indoktrinieren und zu verwirren.

  16. „Wieso setzen sie Kinder mit Haustieren gleich? “

    Genau! Völlig falsch! Haustieren geht es in Dtl/Europa inzwischen erheblich besser als Kindern! Wehe, man tritt einen Hund, aber Kinder darf man töten, vor und sogar auch nach der Geburt.

  17. Mal abgesehen davon, dass mein Blutdruck auch nach den ersten Zeilen deutlich gestiegen ist, befremdet mich doch am Meisten das Verteufeln von Kinderbetreuung. Wie der Autor ausführt, waren Kinder früher in Großfamilien und Dorfgemeinschaften eingebunden. Das ist heute fast nicht mehr möglich. Die Alternative zu Kita bedeutet meist allein mit Mutti zuhause, denn den drei-Generationen-Haushalt mit vielen Geschwistern gibt es nicht mehr. Genauso wenig wie die Dorfgemeinschaft, wo jeder jeden kennt…..

    • Trotzdem gehören meiner Meinung nach die Kleinkinder zur Mutter, weil noch keine Entwicklung abgeschlossen ist.
      Sie können noch nicht richtig sprechen, 2. Sie sind noch nicht sauber, 3. Sie können noch nicht richtig laufen 4. Sie brauchen teilweise noch Schnuller 5 Sie vermissen eine enge Bezugsperson. Ab 3 Jahren ist ist die Entwicklung normalerweise abgeschlossen.

    • Ich glaube nicht, dass eine Verteufelung der Kinderbetreuung im Sinne des Autors war. Aber eine Trennung der Mutter-Kind-Bindung im KLEINkindalter ist wahrlich nicht erstrebenswert. Es gibt viele Studien (und nebenbei ist es auch recht logisch) die belegen, dass eben jene Trennung im Alter von weniger als drei Jahren zu erheblichen Stressfaktoren beim Kind führt. Eine gesunde Entwicklung des Urvertrauens und der Bindungsfähigkeit kann maßgebend nur von EINER Person mitgegeben werden, was meistens in der Verantwortung der Mutter liegt (ist im Tierreich nicht anders). Die Kita wird von x verschiedenen zuständigen Kinderbetreuern geleitet, weshalb sich ein Kleinkind nicht spezifisch binden kann. Die Idee der Kita ist möglicherweise gut gemeint, kann aber keinesfalls ein gesundes Mutter-Kind-Verhältnis ersetzen. Die Folge dieser Gesellschaftsansichten erkennt man an der Beziehungs- und Bindungsunfähigkeit der Jugendlichen, welche sich meistens in einer Beziehungslänge von einem Wochenende bis einem Monat äußert. Wir sollten zusammen dafür kämpfen, dass den Kindern eine hoffnungs- und wertereiche Zukunft ins Auge fällt.

  18. Entschleunigen, diese Gedanken und Fragen zulassen, reflektieren. Puzzleteile unseres Lebens, unserer Gesellschaft. Ursachen, Wirkungen und Zusammenhänge: Sind wir noch in der Lage, in diesen Kategorien verantwortungsbewusst zu denken? Oder ist mit liberaler Schmalspurlogik die reflexhafte Antwort, „alles was dem Individuum gefällt ist damit auch gut und erlaubt“? Zu den beschriebenen Aspekten unserer Gesellschaft kommen noch Menschenhandel und Zwangsprostitution dazu. Mit geschätzt 400-800.000, davon 90% Zwangs-/Prostituierten wurde Deutschland in den letzten Jahren zum Bordell Europas (info unter http://www.mission-freedom.de).
    Bei alledem bleibt die Frage, haben wir, habe ich Werte, für die es sich lohnt, aufzustehen und zu kämpfen? Wir sind herausgefordert.

    • Mein Wohltäter und Freund von Vehrl hat mir vor Jahren +- 35 Jahren gesagt :“unsere Gesellschaft ist krank “ . In ihm aber habe ich einen sehr gesunden christlich – katholischen deutschen Bürger als Vorbild gefunden . Es war mir Wert +- 1400 Km in die Kirche ,wo er in Verl getauft wurde und wo für ihn Beerdigunsgottesdienst gefeiert wurde zu fahren und Hl. Messe mitkonzelebrieren zu dürfen . Seine Sorge war dieselbe wie von Demonstranten “ Demo für alle“ . Er bewertete alles aus der Sicht der Offenbarung des Allmächtigen Gottes des Vaters + , des Sohnes + und des Heiligen Geistes , Zu spüren war , daß die zehn Gebote (das Alte Testament) und die Gebote der liebe zu Gott dem Dreieinem und und zu dem Nächsten (Das Neue Testament -Jericho Geschichte!!!) als Grund seiner bewertung war . Ermöglicht das noch unseren Politikern unser Grundgesetz ,auf jüdisch – christlichen tradition gestützt , aufgebaut ?
      Ich wolte mir diese Ausführung fotocopieren . Leider ohne erfolg !!! Ab zweiter Seite ein Hei. Tech. Wirus oder ein Trojaner den Text völlig zerstört hat . Mein pseudonym ist Teciu

  19. Mein Blutdruck ist schon beim ersten Absatz in die Höhe getrieben wurden. Ein „kritischer Blick auf unser Wertesystem“:

    Was hat denn die Scheidungsrate mit der Homoehe zu tun? Weshalb stellen sie das einander gegenüber? Ist es nicht gut, wenn mehr Menschen Verantwortung füreinander übernehmen wollen?

    Weshalb widersprechen sich Rechte für Menschen mit Behinderungen und die Möglichkeit einer Abtreibung?

    Wieso setzen sie Kinder mit Haustieren gleich?

    Es erscheint mir als würden sie in dem Artikel über ihr persönliches Wertesystem sprechen und nicht über das der Gesellschaft.
    Als kurze Antwort auf ihren Artikel: Wir leben in einer liberalen Gesellschaft. Jeder kann selbst entscheiden, wie er oder sie sein Leben führen möchte, auch wenn Ihnen das nicht gefällt.

    • Warum führt der Autor wohl seine Vergleiche an?
      -Weil es vielfach die im Rahmen von Pränataldiagnostik als behindert eingestuften ungeborenen Kinder sind, die abgetrieben werden, so dass man kaum noch auf neugeborene Trisomie-21-Kinder trifft, während sich dieselben Leute, die zum Abtreiben behinderter Kinder drängen, vor lauter Inklusions-Salti überschlagen, um sich moralisch selbst reinzuwaschen.
      -Weil das immer lauter werdende Empörungsgehabe von fanatischen Radikal-Veganern und „Tierbefreiern“ und das laute Gekeife gegen Lebensschützer in auffallender Weise aus derselben politisch-gesellschaftlichen Ecke kommt und mal gesagt werden muss, dass dies ungefähr so vorbildlich und sinnig ist wie eine hypothetische Familie, die ihre Menschenliebe öffentlich durch Adoption von 10 fremden Kindern feiert, während sie ihre eigenen drei Kinder verstößt. Nirgendwo wird das Oxymoron der mit moralisch-gutmenschlichem Glitterglanz überkrusteten Brutalität unserer „modernen“ Gesellschaft so deutlich sichtbar wie an dieser Frage.
      -Weil die Freiheit der eigenen Lebensgestaltung dort aufhört, wo Menschen, egal ob ungeboren, behindert, alt oder sterbend röchelnd, das Lebensrecht entzogen werden soll
      -Weil eine Gesellschaft, die um der Tiere willen einen Aufstand macht und gleichzeitig Menschenbabys wegwirft, inhuman ist und mit ihrem Menschen-Selbsthaß an einer tödlichen Autoimmunerkrankung leidet, an der sie selbst zugrundegehen wird.

    • Den Artikel haben Sie offenbar verstanden, nicht jedoch, was der Autor mit seinen Gleichnissen zu sagen versucht:

      Es herrscht eine perverse Doppelmoral in immer mehr Lebensbereichen: Wir fahren unsere Kinder mit dem Auto bis vor die gut-bürgerliche Kita ohne Migranten-Quote am Stadtrand statt in die evangelische mit Opferfest statt Schweinefleisch, anschließend zum durch Kampf-Migration und daraus resultierender Arbeitnehmer-Schwemme unterbezahlten Job im gebeutelten Mittelstand, anschließend nach Hause, um mit einer 5-€-Spende für afrikanische Waisenkinder unser schlechtes Gewissen zu betäuben, ohne zu überlegen, wer für den Krieg in deren Heimat und die daraus resultierenden Toten und Flüchtlinge verantwortlich sein könnte, und schließlich, gegen Abend dann, vor oder nach dem Essen, als Pegida-Gegendemonstrant für mehr kulturelle Vielfalt, noch mehr Einwanderer und noch mehr Zwangs-Multikulti und Gender-Wahnsinn, die immer weitere Beschneidung der Grundrechte im Namen der Terrorbekämpfung (*lach*) und gegen die ganzen Nazis sowieso in die Innenstadt zu fahren.

      Doppelmoral statt Moral! DIE Lösung für demoralisierte Minderheiten-Phobiker? Ich glaube eher nicht…

    • Darum gefällt mir ihres auch nicht. Meinungsfreiheit für die aufgeschlossenen.

  20. Sehr treffend – was tut die Kirche? Was tue ich? Hoffentlich wacht mancher auf.